"Wie drei Hobbits nicht nach Bree kamen"

...spielt ein paar Jahre nach dem Ende des Herrn der Ringe.

Diese Geschichte (rund 40 Seiten) ist eine Huldigung an J.R.R. Tolkien, den unerreichten Meister.
Mit dieser Geschichte verfolge ich keine kommerziellen Zwecke. Die Recht an den dargestellten Figuren, Typen und Landschaften liegen nicht bei mir. Bei dieser Story handelt es sich um sogenannte Fanfiction.

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Link zur gesamten Erzählung

Leseprobe:

Die Schlacht von Wasserau war lange geschlagen. Die berühmten Hobbits Meriadoc Brandybock und Peregrin Tuk hatten erfolgreich die Schergen Saurons und Sarumans aus dem Auenland vertrieben. Die überlebenden Ostlinge, Haradrim und anderen Strolche und Halunken waren in ihre Heimat zurückgekehrt. König Elessar hatte mit ihnen Frieden geschlossen.

Auch hatte er verfügt, dass kein Mensch den Baranduin, den die Hobbits Brandywein nannten, überqueren und das Auenland stören dürfe. Die ehrbaren Menschen hielten sich daran. Hier und da mochten sich noch vereinzelte Haradrim oder kleine Gruppen Ostlinge in den Wäldern aufhalten und die Straßen unsicher machen. Aber Wegelagerer hatte es schon immer gegeben. Und die meisten wurden jenseits der Brandyweinbrücke gesehen.

Selbst König Elessar, der einige Jahre nach dem Ende des Ringkrieges seine alten Kampfgefährten besuchen wollte, betrat die Brücke über den Brandywein nicht. Pippin, auf den die Auenländer hörten, als sei er schon zum Thain gewählt, hatte dafür gesorgt, dass die Hobbits eine prächtige Zeltstadt in den Uferwiesen aufbauten. Das Auenland erwies so dem König seine Ehrerbietung.
Zwei Tage lang dauerten die Festlichkeiten und König Elessar und seine Königin Arwen, die eine Elbin und die schönste Frau Mittelerdes war, konnten sich wieder einmal vom sagenhaften Appetit des Hobbitvolkes überzeugen. Merry und Pippin, die als Helden und wegen ihrer Abenteuerlust als etwas verrückt galten, empfingen den König am östlichen Ufer des Brandywein.

Die Hobbits des Auenlandes kannte bis dahin nur Geschichten von Merrys und Pippins Abenteuern. Aber als vernünftige Leute trauten sie ihren Augen eher als verrückten Erzählungen. Als der König mit seinem kleinen Gefolge erschien, murmelte die wartende Menge aufgeregt und ehrfürchtig. Aber der König stieg einfach vom Pferd und eilte auf Merry und Pippin zu. Die riefen laut „Streicher!“, stürmten auf ihn zu und die drei alten Gefährten umarmten sich fest und lange.
Da waren die Zuschauer mucksmäuschenstill. Die Achtung der Hobbits vor Peregrin Tuk und Meriadoc Brandybock, dem zukünftigen Herrn von Bockland, stieg in diesen Tagen beträchtlich.

Aber nicht allein deswegen waren Herr Tuk und Herr Brandybock sehr angesehen. Sie hatten tatkräftig den Aufbau des Auenlandes geplant und natürlich auch tüchtig mit angefasst. Herr Brandybock hatte nicht einmal den ihm zustehenden Platz im Bockenburger Schloss eingenommen, sondern teilte sich mit Herrn Tuk eine Höhle in Hobbingen, auf die leider niemand mehr Anspruch erheben konnte.

Nach der fürchterlichen Schlacht kehrte langsam wieder die so sehr geliebte Ruhe und Ord-nung im Auenland ein. Die Hobbits gingen wieder ihren alten Gewohnheiten nach. Dazu gehörte auch, jedwedes Abenteuer abzulehnen, dass länger dauerte, als zwischen zwei Mahlzeiten Zeit war.
Im Nachhinein betrachtet erschien den Auenländern sogar die Abenteuerlust der Herren Tuk und Brandyock als sehr bedenklich. Aber natürlich wusste jeder, dass ohne diese beiden Abenteurer das Auenland nicht gerettet worden wäre. So galten Herr Tuk und Herr Brandybock zwar als Helden, Herr Tuk war sogar der aussichtsreichste Anwärter auf das künftige Thainsamt. Aber bei einigen Hobbits hatten sie schon wieder einen eher zweifelhaften Ruf. Darunter waren einige, die sich Pippin nicht als zukünftigen Thain vorstellen konnten.

*

Peregrin Tuk, dieser berühmte Hobbit des Auenlandes, war auf dem Weg zu seiner Höhle. In seiner Berühmtheit stand er nur Frode Beutlin und vielleicht dessen Onkel Bilbo nach. Es gab sonst nur noch einen weiteren Hobbit, der ebenso berühmt war wie er. Das war ein gewisser Gemüsedieb namens Meriadoc Brandybock. Mit diesem Hobbit, genannt Merry, teilte er sich seit ihrer Rückkehr von den Abenteuern mit Elben, Königen und Zwergen eine verwaiste Höhle in Hobbingen.

Diese beiden erzählten an den langen Abenden im "Grünen Drachen", sie hätten nicht nur zahlreiche Abenteuer erlebt, was schon bedenklich genug war. Sie wollten sogar Anteil am Krieg der Großen, der Menschen und Elben, gegen den bösen Herrscher Sauron gehabt haben. Verbürgt war allerdings nur, dass sie schon vor ihrer langen Reise eifrige Gemüsediebe waren...